Der Honig

Der von der Honigbiene gesammelt Blüten- oder Waldhonig besteht zu etwa 70% aus Frucht- und Traubenzucker sowie zu etwa 10% aus anderen Zuckern. Neben Wasser hat Honig noch wertvolle Enzyme, Vitamine, Aminosäuren, Pollen, Aromastoffe sowie Mineralstoffe, was ihn als gesündere Alternative zu Haushaltszucker macht. Farbe, Geschmack und Konsistenz des Honigs sind abhängig von der, von den Bienen besuchten Quelle und dem dort gesammelten Nektar bzw. Honigtau.

verdeckelte Honigwabe

So sieht reifer Honig aus. Foto: Andrea Hermann

Bester Honig beginnt bei gesunden Bienen. Und darauf legen wir besonderen Wert. Unser Standort an der Bergstraße trägt wesentlich dazu bei. Die milden Temperaturen und die enorme Artenvielfalt schaffen gute Bedingungen für die Haltung der Bienen. Um eine optimale Pollenversorgung gewährleisten zu können, unterhalten wir mehrere Bienenstände mit maximal 20 Völkern. Die Honigwaben verbleiben bis zur optimalen Reife im Bienenstock, werden sofort nach der Ernte schonend von Hand entdeckelt, bei Raumtemperatur geschleudert und lediglich fein gesiebt. Auf diese Weise bleibt der Honig naturbelassen, wertvolle Inhaltstoffe wie Pollen, feinste Wachs- und Propolispartikel verbleiben im Honig. Bei der weiteren Honigverarbeitung sind wir stets bemüht, den typischen Charakter der jeweiligen Honigsorte zu betonen. Von Natur aus flüssige Honige belassen wir flüssig, auch wenn cremige Honige derzeit sehr im Trend liegen. Die schnell kandierenden Honige werden von uns sorgfältig gerührt um so die optimale cremige Konsistenz zu erreichen.

Um die Qualität unseres Honigs sicher stellen zu können, wird jede Charge auf optimale Reife untersucht (Wassergehalt unter 18%).

Da wir unseren Honig in kleinen Behältern lagern, ist es uns möglich nicht nur Sortenhonige, sondern auch Lagenhonige anzubieten. Sie wissen also ganz genau, wo der Nektar für jeden Honig gesammelt wurde. Die Ernte von Sorten- bzw. Lagenhonigen ist mit erheblichem Aufwand verbunden. So muss der Honig sofort nach dem Ende der Blühperiode geerntet werden und nicht erst wenn der Honigraum voll ist. Hierfür muss die Natur genau beobachtet werden, um Anfang und Ende der Blühphase der betreffenden Pflanze zu erkennen. Außerdem muss die gewünschte Honigquelle in großer Menge vorhanden sein. Dies wird oft durch das Wandern erreicht. Dabei werden die Völker für die relevante Zeit zu den entsprechenden Futterquellen wie Rapsfeld oder Streuobstwiese gefahren und dort aufgestellt. Übrigens können auch saisonal geerntete Mischhonige bestimmter Landschaften einen sehr markanten Honig liefern. Ein gutes Beispiel ist unser Bergsträßer Engel und Bergsträßer Teufel.